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ROBERT-BOSCH-SCHULE ULM

Schulzentrum für Elektro-, Fahrzeug-, Informations- und Metalltechnik
Egginger Weg 30, 89077 Ulm

Besuch des Steinbruchs vom Zementwerk Schelklingen

 

Am 6. Juni 2019 hat die Klasse TGM 12/1 die Möglichkeit bekommen, den Steinbruch des Schelklinger Zementwerks “HeidelbergCement” zu besichtigen. Begrüßt wurden wir von Herrn Jungbauer, Herrn Tillmann und Herrn Mang. Nach einigen Informationen zur Geschichte des Zementwerks, den einzelnen Gesteinsarten des Steinbruchs und den aktuellen Umbauarbeiten im Zementwerk, wurden wir mit fachgerechter Sicherheitskleidung ausgerüstet.

 

Zu Beginn erhielten wir eine theoretische Einführung zum Thema Sprengung von Gestein, in welcher uns die Normen, die für eine Sprengung einzuhalten sind, erklärt wurden.

Anschließend absolvierten wir einen kleinen Spaziergang zu einer Aussichtserhöhung am Rand des zwei Kilometer langen Steinbruchs in ein renaturiertes Abbaugebiet, um eine Sprengung zu beobachten.

Dort wurden uns die Sicherheitssignale, die vor einer Sprengung zu hören sind, erklärt. Gleich darauf konnten wir eine Sprengung beobachten, bei der mehrere Tonnen Gestein eindrucksvoll aus einer Wand des Steinbruchs gesprengt wurden.

 

 

Außerdem wurde uns erklärt, dass HeidelbergCement penibelst auf Vorschriften des Grundwasserschutzes, durch regelmäßige Wasserproben aus Grundwasserbrunnen der Umgebung, achten muss. Auch darf das ehemalige Abbaugebiet nicht einfach als kahle Gesteinswand zurückgelassen werden. Ist ein Gebiet durch den Gesteinsabbau ausgeschöpft, wird es renaturiert und entweder als Naturschutzgebiet der Natur überlassen oder für Land- und Forstwirtschaft aufbereitet.

 

Im Steinbruch fördern 10 Mitarbeiter täglich 14.000 Tonnen Gestein zur Zementherstellung. Diese werden über ein Förderband - von 2,4 Kilometern Länge - aus dem Steinbruch, teilweise durch einen Tunnel, ins Zementwerk befördert.

Aus dem Steinbruch werden verschiedene Gesteinsarten abgebaut, die über vier SKWs (Schwerkraftwagen) zur Zerkleinerung gefahren werden. Ein Schwerkraftwagen kann 90 Tonnen Gestein pro Fahrt transportieren.

Die vier SKWs werden von zwei Radladern befüllt. Zur Veranschaulichung: In die Schaufel eines Radladers passt unsere ganze Klasse. Diese Radlader schlucken 95 Liter Diesel pro Stunde.

 

Nach diesem ereignisreichen Tag im Steinbruch gab es noch eine kleine Vesperrunde mit Brezeln und wir konnten auf dem Heimweg, aus der Entfernung, den neu gebauten Brennofen des Zementwerks sehen.